{"id":103,"date":"2006-06-14T06:50:01","date_gmt":"2006-06-14T05:50:01","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:3030\/2006\/06\/informationen-uber-ukraine-aktualisiert\/"},"modified":"2006-06-14T06:50:01","modified_gmt":"2006-06-14T05:50:01","slug":"informationen-uber-ukraine-aktualisiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/2006\/06\/informationen-uber-ukraine-aktualisiert\/","title":{"rendered":"Informationen \u00fcber Ukraine (aktualisiert)"},"content":{"rendered":"<p>Die Ukraine ist seit 1991 eine unabh\u00e4ngige Republik.<\/p>\n<div class=\"image-div\">\n<img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/ee\/lads_images\/legacy\/geo\/ua_symbol.gif\">\n<\/div>\n<p><!--more--><br \/>\nSie ist in 24 Regionen unterteilt.<\/p>\n<div class=\"image-div\">\n<img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/ee\/lads_images\/legacy\/maps\/oblast_map.jpg\">\n<\/div>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 50 Millionen Einwohner und lebt auf einer Landfl\u00e4che von ca. 600&#8217;000 km<sup>2<\/sup>. Die Hauptstadt ist Kiev (Kyiv).<\/p>\n<div class=\"image-div\">\n<img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/ee\/lads_images\/legacy\/geo\/Kiev.jpg\">\n<\/div>\n<p>Die Ukraine grenzt an die folgenden L\u00e4nder an: Weissrussland, Ungarn, Moldawien, Polen, Rum\u00e4nien, Russland und die Slowakei. Die Ukraine hat K\u00fcsten am Schwarzen Meer und am Asowschen Meer.<\/p>\n<div class=\"image-div\">\n<img decoding=\"async\" src=\"\/wp-content\/uploads\/ee\/lads_images\/legacy\/maps\/UA_map.gif\">\n<\/div>\n<h4>Wie die Direktion f\u00fcr Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) des Eidgen\u00f6ssiches Departement f\u00fcr ausw\u00e4rtige Angelegenheiten (EDA) die Ukraine sieht<\/h4>\n<p>Mit dem Zerfall der Sowjetunion zerbrach eine grossfl\u00e4chig integrierte Wirtschaftsstruktur. Administrative Grenzen wurden zu Landesgrenzen und unterbrechen oder behindern die vorher existierenden semi-globalen (bzw semi-kolonialen), regionalen und lokalen wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Beziehun-gen. Ausgleichsmechanismen in Form von Subventionen versiegten. Der wirtschaftliche Einbruch (zum Teil heute noch real auf 30 &#8211; 40% des vorherigen pro Kopf Einkommens) f\u00fchrte zu Stagnation bis teilweise Zerfall der produktiven und sozialen Infrastruktur, hoher Arbeitslosigkeit, Desindustrialisierung und R\u00fcckkehr in die Subsistenzwirtschaft. Damit verbunden sind wichtige M\u00e4ngel in Regierungsf\u00fchrung wie Machtmissbrauch und wachsende Korruption.<br \/>\nGrosse Unterschiede bestehen zwischen den Staaten der ehemaligen Sowjetunion betreffend Ressourcenausstattung, Diversit\u00e4t der Wirtschaft, dem Zugang zu Energie, Rohstoffen und Absatzm\u00e4rkten und somit bez\u00fcglich Wille und M\u00f6glichkeiten, den Uebergang zu Demokratie und Marktwirtschaft zu schaffen. Alle L\u00e4nder weisen grosse Stadt &#8211; Land Unterschiede und enorme Einkommens- und Verm\u00f6gensgef\u00e4lle auf. Als Folge der sowjetischen Besiedlungspolitik, der stalinistischen Deportationspolitik, der wirtschaftlichen Folgen des Zusammenbruchs der Sowjetunion und von Konflikten ist eine erhebliche interne Migration im Raum der ehemaligen Sowjetunion zu verzeichnen (u.a. R\u00fcckwanderung von \u00fcber 8 mio. ethnischer Russen in die russische F\u00f6deration; \u00fcber 1 mio. Fl\u00fcchtlinge und intern Vertriebene als Folge von Konflikten im S\u00fcdkaukasus). Mit Arbeitslosigkeit und mangelnden Perspektiven einher gehen Korruption, Drogenhandel und -konsum, HIV\/AIDS, Tuberkulose, Prostitution, Frauen- und Kinderhandel sowie wirtschaftlich bedingte saisonale und permanente Migration vorwiegend nach Russland.<\/p>\n<h5>Hintergrundinformationen<\/h5>\n<p>Seit der Unabh\u00e4ngigkeit 1991 versucht die Ukraine, ihre Beziehungen zum Westen zu st\u00e4rken und zugleich eine Konfrontation mit dem wichtigsten Handelspartner Russland zu vermeiden. Unter dem fr\u00fcheren Pr\u00e4sidenten, Leonid Kutschma, verlief der Transitionsprozess langsamer als in anderen zentral- und osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern. Die 1994 in Angriff genommene Privatisierung brachte nur bescheidene Wachstumsimpulse. Das politische, administrative und wirtschaftliche System litt stark unter der Korruption und die Wirtschaft erholte sich nur langsam von der Transitionsrezession. Nach einem Jahrzehnt der Kontraktion wuchs die ukrainische Wirtschaft ab 2000 in raschem Tempo und konnte 2004 sogar zweistellige Wachstumsraten verzeichnen -, teilweise dank gestiegenen Weltmarktpreisen f\u00fcr Stahl. Nach massiven Protesten der Bev\u00f6lkerung gegen Wahlf\u00e4lschungen w\u00e4hrend der Pr\u00e4sidentschaftswahlen Ende 2004 gelang es der Opposition \u2013 einer Koalition von Reformkr\u00e4ften unter der F\u00fchrung von Viktor Juschtschenko \u2013 die Macht zu erlangen. Es ging bei dieser Wahl um die Auseinandersetzung zwischen zwei Wertsystemen: Juschtschenko stand f\u00fcr die westlich orientierten, reformwilligen Kr\u00e4fte, w\u00e4hrend sein Gegenspieler Janukowitsch die post-sowjetische Nomenklatur verk\u00f6rperte, die den Staat und seine Ressourcen in den Dienst einer kleinen Elite stellte. Die \u201eorange Revolution\u201c hat sich positiv auf das Selbstbewusstsein der Bev\u00f6lkerung ausgewirkt und die Zivilgesellschaft gest\u00e4rkt; der denkw\u00fcrdige Wahlsieg war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer pluralistischen Demokratie. Wichtige politische und wirtschaftliche Reformanliegen wurden im konfliktgeladenen Klima des Jahres 2005 jedoch kaum vorangebracht. Die soziale Lage des Landes bleibt weiterhin kritisch, die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung lebt unter der Mindesteinkommensgrenze. Der Zugang zu medizinischer Versorgung und Bildung ist nicht umfassend gesichert. Auch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe , die sich am 26. April 2006 zum zwanzigsten Mal j\u00e4hrte, sind noch nicht bew\u00e4ltigt.<\/p>\n<h5>Zahlen und Fakten<\/h5>\n<ul>\n<li>Fl\u00e4che: 603&#8217;700 km<sup>2<\/sup><\/li>\n<li>Bev\u00f6lkerung 2004: 48&#8217;400&#8217;000<\/li>\n<li>Bev\u00f6lkerungsdichte: 80,2 per km<sup>2<\/sup><\/li>\n<li>Bev\u00f6lkerungswachstum (gesch\u00e4tzt): &#8211; 0,7% pro Jahr<\/li>\n<li>S\u00e4uglingssterlichkeit < 5 Jahre: 2,2%<\/li>\n<li>Lebenserwartungen M\u00e4nner 2005 (gesch\u00e4tzt): 64 Jahre<\/li>\n<li>Lebenserwartungen Frauen 2005 (gesch\u00e4tzt): 75 Jahre<\/li>\n<li>Analphabetismus: unter 5%<\/li>\n<li>Bruttosozialprodukt BSP: US$ 60&#8217;300 Mio.<\/li>\n<li>BSP je Einw. 2004: US$ 1260<\/il>\n<li>Arbeitslosigkeit 2004: 3,8% (inoffiziel: 9-10%)<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ukraine ist seit 1991 eine unabh\u00e4ngige Republik.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[35],"tags":[],"class_list":["post-103","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ukraine-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=103"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/103\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=103"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=103"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.svieta.org\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=103"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}